Wir wissen, wie unser Gehirn arbeitet – und du solltest das ausnutzen.

Durch das Einteilen des Lernstoffs in kleine Häppchen ist das Lernen besser planbar und „verdaulicher“.

Es ist wie mit dem Essen: Der Salat war gut bekömmlich, aber das Steak liegt dir richtig schwer im Magen? Das liegt daran, dass dein Körper verschiedene Lebensmittel unterschiedlich gut verdauen kann. Genau wie unser Gehirn! Das arbeitet auch so: Manche Informationen behalten wir sehr gut, während wir andere immer und immer wieder lernen müssen. Und genau das solltest du ausnutzen.

Dein Gehirn fütterst du am besten in kleinen Häppchen: Für den ersten Schritt unterteilst du den großen Berg an Lernstoff in ganz viele kleine Lerneinheiten. Denn kleinere Lerneinheiten können wir uns viel besser merken als lange Sinneszusammenhänge. Sie können ganz unterschiedlich aussehen und auch unterschiedlich organisiert werden.

Finde also heraus, welche Art von Lernmedium gut zu dir passt – am besten, indem du es einfach ausprobierst. Wichtig ist, dass du jede Lerneinheit nur wenige Minuten lang machst. Dir stehen dabei unzählige Möglichkeiten zur Auswahl.

Du musst dich zum Beispiel mit dem Thema Bilanz für deine Abschlussprüfung auseinandersetzen? Dann ist der erste Schritt, dieses Thema in möglichst kleine sinnvolle Unterthemen aufzuteilen. Schon dieser Schritt hilft dir, den Lerninhalt besser zu verstehen und zu behalten. Hier könnte man zum Beispiel überlegen, welche verschiedenen Bilanzarten es gibt, welche Funktion eine Bilanz eigentlich hat und wie der Aufbau organisiert ist. Jetzt kannst du die einzelnen Themenkomplexe Art, Funktion und Aufbau einzeln betrachten und bearbeiten. So kannst du immer weiter vorgehen, bis du keine vernünftigen Unterthemen mehr bilden kannst. Das hört sich schwierig an?

Versuch es mal, du wirst überrascht sein, wie gut die „kleinen Happen“ jetzt in deinen Kopf gehen. Zu fast jedem Thema gibt es sinnvolle Themenaufteilungen, oft helfen hier das Inhaltsverzeichnis eines Buchs zum Thema (zum Beispiel dein Schulbuch) oder das Internet weiter.

Du solltest nun überlegen, wie du die Unterthemen, die du gebildet oder nachgeschaut hast, lernen möchtest. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, hier vorzugehen.

Ein paar Beispiele am Thema Bilanz:

  • Lernvideos – gibt es Lernvideos zum Thema Art, Funktion, Aufbau einer Bilanz?
  • Lernkarten – besorg dir Lernkarten, die das Wissen zum Thema Bilanz in kleinen Häppchen abfragen
  • eigene Fragen (zum Text) ausdenken – überlege dir eigene Fragen zu den Unterthemen („Wie wird eine Bilanz gegliedert?“) Überprüfe regelmäßig, ob du diese beantworten kannst
  • Gemeinsam lernen – unterhalte dich zu den einzelnen Unterthemen mit jemandem oder fragt euch gegenseitig ab, das ist besonders effektiv
  • Zusammenhänge herstellen – überlege dir, wie die einzelnen Unterthemen zusammengehören und strukturiert sind
  • Spielen – gibt es ein Browser-Game zum Thema Bilanz? Wir kennen keins 😉 Aber spielend lernen wir besonders effektiv, nutz das aus!

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