Angst vor der Prüfung? Die Prüfung rückt näher, das Herz pocht: Natürlich ist es normal, vor einem Ereignis wie der IHK-Abschlussprüfung aufgeregt zu sein. Was kann man aber tun, wenn aus der Aufregung lähmende Angst wird?

Zuerst einmal sollte man das Problem verstehen. Der Begriff der Prüfungsangst umschreibt schon sehr gut, worum es geht: Die Angst vor einer Prüfung oder einer Situation, die wir als Prüfung wahrnehmen. Dahinter steckt die Befürchtung, den Ansprüchen der Prüfung nicht gerecht zu werden.

Wie entstehen solche Gedanken? Sie kennen das aus der Schule: „Der Herr Geisbüsch ist als Prüfer in der mündlichen Prüfung immer richtig fies.“ Ein unbedachter Kommentar des Mitschülers kann große Befürchtungen und Angstgefühle entstehen lassen. Aber auch eigene negative Erfahrungen in Prüfungssituationen spielen eine große Rolle. Zu guter Letzt kann auch ein generell schwaches Selbstbild – das Gefühl „es nicht schaffen zu können“ – eine große Rolle spielen.

So vielfältig die Ursachen sein können, so vielfältig sind auch die Gegenmaßnahmen. Viele Übungen oder Vorbereitungen kann ihr Azubi ohne fremde Hilfe selbst durchführen.

 

Solide Vorbereitung

Eine gute und frühzeitige Vorbereitung ist für alle Auszubildenden wichtig. Gerade Azubis mit Prüfungsangst sollten sich aber nicht noch Zeitdruck und unschöne Überraschungen aufladen, nur weil sie zu spät angefangen haben. Es hilft, den Prüfungsstoff in kleine Einheiten zu gliedern und zu strukturieren. Hat man sich die Übersicht verschafft und einen Rückzugsort geschaffen, an dem man ungestört und strukturiert lernen kann, muss man es nur noch durchziehen. Eine gute und fundierte Vorbereitung ist nicht nur für eine gute Note, sondern auch eine angstfreie Prüfung unabdingbar.

Ihre Aufgabe: Bieten Sie an, bei der Strukturierung des Lernstoffs zu helfen. Erinnern Sie den Azubi daran, frühzeitig loszulegen. Können Sie Ihrem Azubi vielleicht sogar einen ungestörten Platz organisieren, an den er sich zum Lernen zurückziehen kann?

 

Nicht verrückt machen

„Mach dich nicht verrückt“ ist viel leichter gesagt, als getan. Es gibt aber Verhaltensweisen, die helfen, Ruhe zu bewahren und Panik gar nicht erst aufkommen zu lassen. Allerdings ist dies sehr individuell – was wirklich hilft, muss jeder Azubi selbst herausfinden. Beispiele:

  • Erwartungshaltung: Eine angstfreie Prüfung hat auch mit der Erwartungshaltung zu tun, mit der man die Prüfung antritt. Wer sich von vorneherein schon das Schlimmste ausmalt, der bekommt es am Ende vielleicht auch – es ist ganz normal, dass die Angst vor der Prüfung sich dann erst recht nicht abschütteln lässt. Besser ist es, fest mit dem positiven und erfolgreichen Ausgang der Prüfung zu rechnen.
  • Brainfood: Viel Wasser, viel Eiweiß (z. B. Eier), Omega-3-Fettsäuren (z. B. Fisch), Nüsse und Vollkornbrot helfen beim Lernen. Außerdem sollte man am Tag vor der Prüfung nur Lebensmittel essen, die man auch sicher gut verträgt. Nichts ist schlimmer, als in einer Prüfung Zeit durch diverse Toilettengänge zu verschwenden.
  • Beweg dich: Sport und Bewegung sind wichtiger Ausgleich und lenken von der Prüfung ab. Außerdem ist Sport, Bewegung und körperliche Fitness förderlich für das Gedächtnis und den Lernerfolg.
  • Lass es: Es hilft wenig, am Abend vor der Prüfung nochmal stundenlang alle Themen durchzuackern. Der Panikfaktor steigt dadurch sogar, wenn man offene Wissenslücken in der Kürze der Zeit nicht schließen kann oder mit der ganzen Wucht des Prüfungsstoffes auf einen Schlag konfrontiert wird.

Ihre Aufgabe: Drucken Sie diese Seite aus und geben sie diese Ihrem Azubi!

 

Entspann dich mal!

Es ist schon beachtlich, welchen Einfluss unser Denken auf unseren Körper haben kann. Aus einem Angstgefühl wird Herzklopfen und aus Panik wird Übelkeit. Deshalb ist es wichtig, sich bei akuter Prüfungsangst mit Entspannungsübungen auseinanderzusetzen. Im Internet gibt es viele kostenlose Angebote zu Atemübungen, die im Falle einer Panikattacke helfen, wieder zu sich zu kommen. Auch die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson ist ein gutes und etabliertes Verfahren. Im Internet gibt es Anleitungen und Informationen dazu. Auch Volkshochschulen bieten Kurse an.

Ihre Aufgabe: Recherchieren Sie gemeinsam passende Angebote oder Tipps.

 

 

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